Wein kaufen, wo sich ein Einkauf lohnt

Was haben der Wein und die Politik gemeinsam? Man merkt erst im Nachhinein, welche Flasche man gewählt hat!

Wein kann man heutzutage schon an jeder Ecke kaufen, die große Vielzahl macht es aber nicht gerade leicht einen guten und preiswerten Wein zu finden. Damit du nicht die “Katze im Sack“ kaufst, möchte ich dir einige Einkaufstipps zur Hand geben.

Wo kannst du überall Wein kaufen, und welche Vor- und Nachteile gibt es?

  • Wein aus dem Supermarkt

Weinangebot:
Weine von großen Unternehmen, sehr oft Massen- und Industrieweine. Es gibt aber immer wieder regionale Winzerweine, die nur für den Supermarkt produziert werden.

Vor- /Nachteil:
Die Weine sind für den sofortigen Trinkgenuss gedacht und meist besser als ihr Ruf.

  • Drogerie / Tankstelle / Möbelgeschäfte / Gartencenter

Weinangebot:
Massenweine aus bekannten großen Weinbaugebieten

Vor- /Nachteile:
Diese Weine sind sehr billig, aber selten gut.

  • Discounter (Hofer / Aldi / Lidl / Penny-Markt)

Hier werden unter gleichem Etikett, über viele Jahre hinweg, unterschiedliche Weine verschiedener Anbieter verkauft.

Weinangebot:
Kleines Sortiment aus populären Weinanbaugebieten, oft gibt es wöchentliche Lockangebote.

Vor-/ Nachteil:
Es gibt zwar immer wieder einige trinkbare und preiswerte Weine, aber es gibt auch Weine, die untrinkbar sind. Speziell Sonderangebote sind selten ihr Geld wert.

  • Kaufhäuser:

Weinangebot:
Haben meist große Weinabteilungen und Wein für jeden Geldbeutel.

Vor-/ Nachteil:
Auf dem Preisschild werden die Weine oft ausführlich beschrieben. Es gibt auch Fachpersonal, welches man um Rat fragen kann. Hin und wieder gibt es auch sehr gute Aktionsweine.

  • Weinfachgeschäft (z. B. Wein & Co.)

Sehr großes Weinsortiment unterschiedlicher Preiskategorien, auch für die kleine Geldbörse. Meistens sind nur ausgesuchte Winzerweine im Programm (keine Massenware).

Vor- /Nachteil:
Wein & Co. hat jede Woche einige Weine im Angebot, die man auch gratis verkosten kann. Die Weine kosten mind. 30 Prozent mehr als beim Winzer selbst. Nur ab 6 bzw. ab 12 Flaschen desselben Weines gibt es Rabatt. Ich habe festgestellt, dass bei Sonderangeboten und Rabattaktionen der Wein noch immer teuerer ist, als beim Winzer.

  • Winzer / Weinbauer

Ist etwas für reisefreudige Weinliebhaber, denn nicht jeder, hat das Glück, so wie ich, in einem Wein Mekka zu wohnen. Wenn deine Weinvorräte aufgebraucht sind, lohnt sich ein Ausflug zu einigen Winzern auf jeden Fall. Am besten noch ein paar Freunde mitnehmen, und dann die Spritkosten teilen.

Viele Winzer haben 1 bis 2-mal im Jahr einen sogenannten „Tag der offenen Kellertür“, wo es alle Weine gratis zu verkosten gibt. Manche Weinbauern bieten an diesen Tag Ihr gesamtes Weinsortiment um bis zu 10 Prozent billiger an. Bei einigen Winzern werden alte Jahrgänge aus Platzgründen (man braucht Platz für die neuen Jahrgänge) zu einem Sonderpreis abverkauft.

Vor- /Nachteile:
Die Preise sind niedriger als im Handel. Man kann die Weine vorher verkosten und kauft so nicht die „Katze im Sack“. Nirgendwo anders kannst du mehr über Wein lernen, als beim Winzer selbst. Viele Winzer haben auch einen Online-Shop und beliefern ab einer bestimmten Flaschenanzahl umsonst.
Du musst unter Umständen sehr weite Fahrstrecken in kauf nehmen, falls du nicht in einem Weinbaugebiet wohnst. (Zeit und Treibstoffkosten)

  • Wein im Internet

Übers Internet bekommt man fast alle Weine, entweder direkt vom Winzer auf seiner Homepage, über Weinhändler oder über Auktionen.

Vor- /Nachteile:
Man kann die Preise vergleichen und über Suchmaschinen viele Händler und Shops finden. Wichtig dabei ist immer auf die Versandkosten zu achten, und ob die Lieferung versichert ist. Klarerweise kannst du diese Weine vorher nicht kosten und dich nur auf die Weinbeschreibung des Online-Shops verlassen.

  • Gebietsvinotheken

Sind eine meiner Favoriten, sie liegen direkt in einem Weinbaugebiet und bieten nur Weine der Region an.

Vor- /Nachteile:
Gebietsvinotheken haben ein großes Sortiment mehrere Winzer der Region, man spart sich die Anfahrt zu jedem einzelnen Weinbauern. Die Weinpreise sind meistens „ab Hof“, das heißt, du bezahlst genau soviel wie beim Winzer direkt. Es werden auch Kostproben Angeboten, die man aber bezahlen muss.

Abschließend kann man sagen, dass es im Supermarkt und beim Discounter zeitweise gute Preisleistungsweine gibt, die Schnäppchenangebote aber meist nicht empfehlenswert sind. Meine Favoriten sind der Winzer oder die Gebietsvinothek. Hier bekommt man den besten Preis, und deshalb werde ich dir meine geheimen Insidertipps dazu weitergeben.

<–Wein kaufen – Insiderwissen wie und wo man gute aber günstige Weine kauft

Die Weinverkaufstricks der Supermärkte und die wichtigsten Weininfos, um nicht aufs Glatteis geführt zu werden –>

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