Energiesparlampen – Teil 3 – Mythen

Diese 4 Aussagen höre ich immer wieder über Energiesparlampen:

  • Beim Einschalten verbrauchen Energiesparlampen sehr viel Strom.

Das stimmt nur zum Teil, es stimmt das beim Einschalten durch das Vorschaltgerät kurzeitig mehr Strom aufgenommen wird. Bei einer 7-Watt-Ikea Spot Energiesparlampe habe ich beim Einschalten statt 7 Watt kurzzeitig (für 1 Sekunde) ca. 12 Watt gemessen. Da aber nur für 1-2 Sekunden mehr Strom aufgenommen wird, wirkt sich das kaum auf der Stromrechnung aus und deshalb kann man das vernachlässigen.

  • Häufiges Ein- und Ausschalten macht Energiesparlampen schneller kaputt.

Das war früher so, Energiesparlampen der neuen Generation überleben auch oftmaliges Ein- und Ausschalten. Es gibt sogar Energiesparlampen, welche eigens für oftmaliges Schalten ausgelegt sind. (Steht auf der Verpackung)

Ich verwende seit 4 Jahren, im Vorraum und am WC, eine Ikea Energiesparlampe. Geht man davon aus, dass in einem 4 Personenhaushalt rund 2950 Schaltzyklen pro Jahr und Leuchte getätigt werden, haben meine Lampen knapp 12000 Schaltzyklen hinter sich……

……und sie leben noch!

  • Energiesparlampen verlieren mit der Zeit an Helligkeit.

Das ist richtig, wie Tests immer wieder zeigen. Viele Lampen verlieren schon nach 200 Stunden mehr als 10 Prozent an Helligkeit. Nach 2000 Stunden haben die meisten Energiesparlampen nur noch 70 bis 80 Prozent der anfangs Helligkeit. Habe an meinen Lampen auch festgestellt, dass die Lichthelligkeit mit der Zeit abnimmt.

Wenn du eine dauerhafte Helligkeit einer 60-Watt-Glühbirne haben möchtest, solltest du eine etwas stärkere Energiesparlampe verwenden. Statt einer 11/12-Watt-Sparlampe verwendest du dann eine 15/16-Watt-Sparlampe, der Spareffekt ist dann aber nicht so hoch.

  • Energiesparlampen sind ein Gesundheitsrisiko.

Laut einer Studie, die von der Schweizer Regierung in Auftrag gegeben wurde, sind die elektromagnetischen Felder einer Energiesparlampen in 30 cm Abstand ähnlich wie die von Glühlampen.

Viele Testzeitungen empfehlen aber, aufgrund der magnetischen Felder, einen Mindestabstand von 1,5 m zur Lichtquelle einzuhalten. Gerade als Schreibtischlampe bei Kindern (auch Erwachsenen) sind sie deshalb nicht unbedingt zu empfehlen. Besser wäre es eine 10 – 20 Watt IRC Spot-Halogenlampe zu verwenden.

Oft wird auch der Blauanteil der Energiesparlampen als Gesundheitsrisiko genannt. Da ich kein Gesundheitsexperte bin, kann ich nicht sagen, ob das stimmt oder nicht. Falls du dich damit auskennst, Arzt bist oder einen interessanten Link dazu hast, schreibe mir bitte ins Kommentarfeld.

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Energiesparlampen – Teil 4 – was du noch wissen musst –>

2 Comments

  • Sparski

    Reply Reply 9. Februar 2009

    Blinde, bei denen kein Licht auf die Netzhaut trifft, haben ein weit geringeres Risiko für bestimmte Arten von Augenkrebs als die Durchschnittsbevölkerung. Nur ist kaum jemand freiwillig blind, sondern genießt das Sehen aller Farben, trägt also freiwillig sein erhöhtes Risiko! Der Blauanteil ist bei haushaltsüblicher Beleuchtung mit weißem Licht deshalb im allgemeinen nur nachts ein Thema, weil er bei genügender Intensität und Dauer den Wach-Schlaf-Zyklus beeinflußt (hormongesteuert, besondere Rezeptoren dafür befinden sich in der Netzhaut). Und das ist, wenn es entgegen dem natürlichen Tag-Nacht-Rythmus geschieht und den Umfang von Schichtarbeit erreicht, auf Dauer ungesund. Man sollte allerdings alle Lichtquellen auf ihre „circadiane Wirkung“ hin prüfen: auch viele warmweiße LEDs haben einen hohen Blauanteil. Diffus gestreutes amber-farbenes, oranges oder rotes LED-Licht kann aus diesem Grund als Nachtlicht bevorzugen, zumindest wenn man als empfindlicher Schläfer Mond- und Straßenlicht schon eliminiert hat.

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