5 Top Tipps zum Energie sparen – Blogparade

Stefan Brandt veranstaltet mit seinem Blog Brandt-Net eine Blogparade zu dem Thema „5 Top Tipps zum Energie sparen“. Ich möchte mich an der Blogparade beteiligen und dir hier ausführlich meine 5 besten Praxis Tipps zur Energieeinsparung beschreiben.

Energie sparen Tipp 1 – LED (= light emitting diode)

Diese Leuchtdioden, wie man sie auch nennt, haben einen sehr geringen Stromverbrauch und eine extrem lange Lebensdauer (20.000 bis 50.000 h) . Die Lichtqualität hat noch etwas Aufholbedarf. Derzeit kannst du LED´s nur als Schreibtischlampe, Ganglicht, Weihnachtsbeleuchtung oder indirekte Beleuchtung verwenden.

Gerade jetzt kurz vor Weihnachten solltest du eine LED-Weihnachtsbeleuchtung verwenden, denn der Stromverbrauch liegt nur bei 3 bis 11 Watt. Weihnachtsbeleuchtungen mit kleinen Glühlampen verbrauchen mindestens 20 Watt und mehr, manche sogar über 75 Watt. (Siehe Leise rieselt das (Strom-)Geld – in die falschen Taschen)

Du bekommst LED´s in Glühlampenform (E27 Gewinde) und seit Kurzem auch in Stabform, wie bei Leuchtstofflampen. Die Ersatzglühlampe in LED-Bauweise verbraucht ca. 6 Watt, was einer 40-Watt-Glühlampe entspricht.

Ich verwende in einem meiner Vorräume 6 LED Spot Leuchten mit einer Leistung von ca, 1,5 Watt je Stück. Das Licht ist zwar nicht so stark wie bei einem Halogenspot mit 20 Watt, aber für den Vorraum mehr als ausreichend. Bei 6 Halogenleuchten wären das 120 Watt, meine LED Spots haben einen Gesamtverbrauch von 9 Watt.

Zum Vergleich: Der Jahresstromverbrauch bei 1000 Stunden beträgt bei den Spots mit 120 Watt 21,6 Euro, und bei den LED´s nur 1,62 Euro. (0,18 € pro kWh)

WOW was für eine Effektivität!

LED Leuchten kosten zwar in der Anschaffung um einiges mehr, haben dafür aber eine Lebensdauer von 20.000 bis 50.000 Stunden (je nach Hersteller). Ich habe verschiedene Hersteller ausprobiert, das beste Preisleistungsverhältnis haben die Spot LED von Paulmann. (Gibt es im Baumarkt und kosten ca. 7.- Euro)

Übrigens: Gerade kleine Kinder brauchen oft beim Schlafen ein Nachtlicht. Alternativ zu den Kindernachtlampen mit kleinen Glühbirnen, kannst du eine LED-Lampe verwenden.

Mehr Tipps zum Sparen bei der Beleuchtung:
Vorsicht! – Sie kommen immer wieder, die heimlichen Stromdiebe zu Weihnachten

Die Wahrheit über Energiesparlampen, und was du unbedingt wissen musst

Energie sparen Tipp 2 – Warmwasser sparen im Bad / Dusche

Die schnellste Methode warmes Wasser im Bad zu sparen ist der Umstieg von der Badewanne in die Dusche. Ein Vollbad verbraucht ca. 150 – 200 Liter Wasser, eine Dusche hingegen nur 40-50 Liter. Außerdem ist die Energie für die Warmwasseraufbereitung beim Baden 3-mal so hoch.

2 gute Mittel gegen den Warmwasserverbrauch in der Dusche ist entweder der Einbau von einem Durchflussbegrenzer oder der Tausch des Duschkopfes gegen einen Spar-Duschkopf. Ein Sparduschkopf kostet 30 bis 100.- Euro, ein Durchflussbegrenzer nur ca. 2,50 Euro, beides kannst du im Baumarkt erwerben. Infos findest du auch bei www.neoperl.de

Hier findest du meine Montage Anleitung:
2. Wasserspartipp: Wasser sparen im Bad / Dusche

Mehr Spartipps zum Wasser sparen:
7 einfache Ideen für erfolgreiches Wasser sparen im Haushalt

Wie du deine Wasserkosten gezielt berechnen kannst

Energie sparen Tipp 3 – beim Heizen sparen mit der richtigen Temperatur

Am schnellsten und einfachsten kannst du bei deinen Heizkosten sparen, wenn du die Temperatur in deinen Räumen senkst. Ich finde, man muss im Winter nicht in der kurzen Hose oder mit dem kurzen T-Shirt im Zimmer sitzen. Besser ist es die Temperatur etwas hinunterzudrehen und lieber mal einen Pullover anzuziehen.

Eine Faustregel besagt: 1 °C weniger spart dir 6 Prozent an Heizkosten.

Folgende Raumtemperaturen habe ich in meinen Räumen:

  • Schlafräume 16-18 °C
  • Wohnräume/Küche 18-22 °C
  • Bad 20-24 °C
  • Diele/Flur/Vorraum 12-16 °C
  • Kinderzimmer 20-22 °C

Natürlich musst du selber herausfinden, bei welcher Temperatur du dich wohlfühlst. Ich habe festgestellt, wenn die Luftfeuchtigkeit in meinen Wohnräumen bei etwa 50 Prozent liegt, dann fühle ich mich auch bei 21 °C wohl.

Meinst du jetzt 18 °C, ist beim Schlafen für Kinder viel zu kalt? Ein Kinderarzt und eine Kinderkrankenschwester haben mir die Information gegeben, dass für Kinder 18-20 °C beim Schlafen ausreichen. Meine Kinder, und ich, schlafen bei 18 °C viel besser und ruhiger, als bei 22 °C.

Nachts solltest du die Temperatur nur um maximal 3 °C absenken (spart bis zu 20 Prozent). Mehr sollte es aber nicht sein, denn sonst brauchst du wieder mehr Energie um die Räume aufzuheizen.

Tagsüber, wenn keiner zuhause ist, kannst du die Raumtemperatur bis maximal 3 °C absenken.

Wenn du im Urlaub bist, kannst du die Temperatur auf 15 bis 16 °C absenken.

Achtung: Immer alle Türen zu den einzelnen Räumen schließen. Warum? Es dringt sonst feuchte Warmluft in die kälteren Räume. Dabei kann es vorkommen, dass die Warmluft an kälteren Wänden oder einem Fenster kondensiert, und das kann Schimmelpilz zur Folge haben.

Mehr Infos zum Heizkosten senken:
Wie kann ich Heizkosten sparen – denn der nächste Winter kommt bestimmt

Spartipps zum Heizkosten senken findest du auch in meinem gratis Report „Geld sparen im Haushalt“

Mit der Kellerdämmung Heizkosten senken

Gratis Ratgeber – heizen mit Holz

Tipps zum Brennholz kaufen

Energie sparen Tipp 4 – beim Kühlen Strom sparen

Der Energieverbrauch eines Kühlschranks hängt stark von der Umgebungstemperatur ab. Deshalb sollte der Kühlschrank niemals neben dem Herd, einer Heizung oder im direkten Sonnenlicht stehen. Falls er doch neben dem Herd steht, kannst du eine Isolierplatte zwischen Herd und Kühlschrank montieren.

Wenn du eine Gefriertruhe besitzt, dann sollte der Aufstellungsort, wenn möglich, am kühlsten Ort im Haus stehen. (z. B. Keller) 1 °C Umgebungstemperatur weniger spart 6 % Stromkosten im Jahr. (Gilt auch für den Kühlschrank)

Kühlschrank und die Gefriertruhe 2-Mal im Jahr abtauen, dann kühlen sie wieder effektiver, als mit einer dicken Eisschicht.

Die Kühlgeräte sollten einen Mindestabstand von 5 bis 10 cm zur Rückwand haben, weil dann der Wärmeaustausch besser funktioniert. Zweimal im Jahr darfst du auch den Wärmetauscher an der Rückseite deines Kühlschranks mit einem Staubsauger absaugen. Zu viel Staub wirkt wie eine Isolierschicht, aber vorher den Stecker ziehen.

Dein Kühlschrank sollte auch mal Urlaub machen. Deshalb rechzeitig vor deinen Ferien abtauen.

Das A und O im Kühlschrank ist die Ordnung, denn das erspart dir das Suchen von Lebensmitteln. Je länger die Kühlschranktür offen ist, desto mehr erwärmt sich der Innenraum und dann braucht er wieder mehr Energie.

Die Kühlschranktür immer nur kurz öffnen.

1 Mal im Jahr gehört die Gummidichtung deines Kühlschrankes auf Dichtheit überprüft. Am besten abends eine Taschenlampe einschalten und in den Kühlschrank legen. Im Dunkeln siehst du dann, ob aus dem Gerät ein Licht scheint. Sollte ein Licht zu sehen sein, dann rentiert sich der Tausch der Gummidichtung auf jeden Fall. Das Wechseln dauert ca. 30 Minuten.

Die Türgummidichtung deiner Kühlgeräte sollte jährlich 1-mal gereinigt und mit etwas Talkpuder eingerieben, werden. Der Gummi bleibt dann geschmeidig und dichtet besser.

Warme Speisen immer vorher auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und dann erst in den Kühlschrank stellen.

6 bis 8 °C Kühlschranktemperatur und -18 °C Gefriertemperatur reichen völlig aus. Mit der niedrigsten Stufe werden diese Temperaturen erreicht, zur Kontrolle kannst du auch ein Kühlschrankthermometer verwenden. Jedes Grad weniger Temperatur verbraucht ca. 10 Prozent mehr Strom.

Sparen extrem: Im Winter kannst du in sehr kalten Nächten Kühlakkus oder 1,5 Liter Pet Flaschen gefüllt mit Wasser ins Freie stellen. Am Morgen dann die Akkus oder die gefrorenen Flaschen in den Kühlschrank ins oberste Fach geben. So kannst du die Winterkälte gratis nutzen.

Neukauftipps: Pro Person solltest du bei einem Kühlschrank 50 Liter Nutzinhalt rechnen, d. h., bei einer 4 köpfigen Familie genügt ein 200-Liter-Kühlschrank.

Ein Kühlschrank hat eine Betriebsdauer von 15 Jahren, deshalb lohnt sich die Anschaffung eines A+ (A++) Kühlschranks. Durch den niedrigeren Stromverbrauch rechnet sich der Mehrpreis nach ein paar Jahren. (Der Strom wird schließlich jährlich auch noch teurer)

Mehr Tipps zum Strom sparen:
Wie kann man Strom sparen – 5 Stromspartipps für deine Haushaltsgeräte

Die heimlichen Stromräuber – wie man sie erkennt und beseitigt

Energie sparen Tipp 5 – Spritsparen mit der Schubabschaltung (Gang rein)

Der Motor braucht im Leerlauf Sprit, dagegen brauchen Fahrzeuge mit Einspritzanlage im Schubbetrieb gar keinen Kraftstoff. Im Schubbetrieb ist ein Fahrzeug zum Beispiel, wenn du bergab fährst und vom Gas weg gehst (es wirkt die Motorbremse). Der Schwung des Fahrzeuges hält den Motor am Laufen. Wenn du einen Bordcomputer im Auto hast, kannst du das ganz leicht prüfen. Es wird beim aktuellen Verbrauch null anzeigt.

Die Schubabschaltung kannst du nicht nur beim Bergabfahren nutzen, sondern auch bei Ampeln, Kreuzungen, auf der Landstraße und sogar auf der Autobahn.

Wenn du dich einer Ortseinfahrt näherst, solltest du nicht 100 km/h bis zur Ortstafel fahren und dann stark bremsen. Die bessere Variante wäre, schon circa 400m vor dem Ortsschild vom Gas zu gehen, nicht auszukuppeln und rollen lassen, sondern mit der Motorbremse langsam in den Ort hineinrollen und gegebenenfalls bremsen.

Gleiches gilt für die Autobahn. Bei 130 km/h etwa in der Höhe des 500-m-Ausfahrtschildes vom Gas gehen. Der Wagen rollt dann mit circa 100 km/h auf der Ausfahrtspur und man hat dann noch genügend Schwung für die Ausfahrtskurve. So kannst du ca. 1 bis 2 km ohne Kraftstoffverbrauch fahren.

6 Tipps zum Spritsparen beim Fahren findest du in meinem gratis Report: Geld sparen im Haushalt – „Die 7 pfiffigsten Spartipps, mit denen du schnell und einfach, mehr Geld in der Haushaltskasse hast“

11 Kommentare

  • Sparfuchs

    Antworten Antworten 16. Dezember 2008

    Bei dem Tipp „Schubabschaltung “ ab ich noch eine Frage:

    Soll ich denn nun aus dem Gang raus oder nicht?

    Wenn ich weiß dass die Ampel rot wird, dann nehme ich dann Gang raus und lass den Wagen bis zur Ampel rollen, das mach ich auch auf der Autobahn oder sonst wo. Ist das Falsch oder soll ich den Gang drin lassen?

  • admin

    Antworten Antworten 17. Dezember 2008

    Der Gang bleibt drinnen und dann gehst du weg vom Gas. Die Motorbremse wirkt ab diesem Zeitpunkt und bei neuen Autos (nicht älter als 10 Jahre) schaltet die Einspritzanlage ab. Der Motor wird dann nicht mehr mit Treibstoff beliefert. Nur der Schwung des Autos (weil eingekuppelt) hält den Motor am Leben.

    Genauso machst du es auf der Autobahn: 700 bis 800 Meter vor der Ausfahrt vom Gas gehen und dann ausrollen lassen, vorausgesetzt der Verkehr lässt es zu.

    Der Motor braucht im Leerlauf Treibstoff, wenn die Schubabschaltung einschaltet brauchst du keinen Sprit. Erst unter 1000 Touren wird die Einspritzanlage wieder eingeschaltet.

    Mehr Infos zum Sprit sparen findest du in meinem Gratis Report: „Geld sparen im Haushalt“

    P.S. Demnächst kommt mein neues eBook „ Wie ich bis zu 21 % Sprit eingespart habe, und wie du es auch schaffen kannst“ auf dem Markt. Mit diesen Sprit Spartipps kann man 5 bis 25 Prozent Treibstoff einsparen, ohne wie eine Schnecke unterwegs zu sein.

    Warum ich das behaupte? Ich fahre 55.000 Kilometer im Jahr mit dem Auto und das seit über 10 Jahren. Ich habe einige Methoden ausprobiert und ein Spritspar-Training besucht. Von durchschnittlich 5,5 l bis 5,9 l brauche ich jetzt nur noch 4,6 l bis 4,9 Liter auf 100 Kilometer.

  • Michael

    Antworten Antworten 3. Juli 2011

    Die Preise für LED Lampen sind ja leider noch sehr hoch.
    Auf dieser Seite kann man sich einen guten Überblick über den aktuellen Markt im Bereich LED, Power LED und Energiesparlampen verschaffen: (auf Michael klicken). Die Preise für Power-LED Lampen (die mit den superhellen LEDs mit mehr als 1 Watt pro Stück) kommen so langsam runter.
    Ganz einfach kann man auch mit Halogenlampen sparen, die mittlerweile in alle normalen Fassungen passen uns sehr preiswert sind. Außerdem gibt’s natürlich Energiesparlampen in allen Variationen.
    Viel Spass beim Stöbern!

  • Roland Hamm

    Antworten Antworten 3. Juli 2011

    @Michael

    Eine Halogenlampe ist ja nicht wirklich eine Sparlampe, sondern gehört meiner Meinung nach zur Kategorie „Heizlampe“. Obwohl es ja jetzt Halogenlampen mit Schraubgewinde (gleiche Bauweise wie Glühbirne) gibt und diese zwar nur mehr ca. 52 Watt verbrauchen im Gegensatz zu einer 75 Wattglühlampe, kann man dafür 3 Energiesparlampen a 15 Watt verwenden was nur 45 Watt ergibt.

    LG Roland

  • Solar Lea

    Antworten Antworten 30. August 2011

    Wer Geld sparen will, findet immer einen Weg. Und wenn man Strom sparen will, kann man sich ebenfalls informieren und ggf. eine gute Lösung für jeden finden.
    Das Internet bietet ja heutzutage alle möglichen Sachen zum inforrmieren.

    Liebe Grüße,

    Lea

  • Vielen Dank für die ausführlichen Tipps! Wir haben gerade letzte Woche die Beleuchtung in unserem Büro auf LED umgestellt und sind damit vollends zufrieden.

    Beste Grüße aus Bremen sendet die Bremer Energieberatung enerpremium

  • Teppich Tepgo

    Antworten Antworten 5. März 2012

    Großartiger Artikel. Ich bin schon seit Tagen auf der Suche nach seriösen Artikeln, wie ich denn effektiv Energie sparen kann. Ich war mir garn icht so bewusst, wie viel Strom ich wirklich sparen kann. Besonders in Punto Raumtemperatur ist bei uns noch sehr viel Verbesserungsbedarf wie ich sehe. Sehr inspirierend. Danke vielmals

  • Wow. Da muss ich mal sagen, dieser Artikel ist ausführlich und effektiv. Die Idee mit dr Taschenlampe ist großartig und ich muss wohl eine neue Dichtung kaufen. 🙂
    Der Hinweis mit dem Nachtlicht für unser Kind war auch nicht verkehrt. Da ist zwar schon eine Energiesparlampe drin, aber jetzt wird es wohl eine LED.
    Auch für den Hinweis mit dem Türen schließen und dem Kühlschrank, den man nicht zu lange aufmachen soll bedanke ich mich.
    Kann ich hier in der Familie schön rumzeigen und habe schriftlich was zu meckern. 🙂
    Gruß, Max

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